Gazlog sagt, AMD könnte die GPU-Preise in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 um 10 % bis 15 % anheben, da Speicherhersteller AI-Server-Komponenten gegenüber Consumer-VRAM bevorzugen.

Gazlog sagt, AMD könnte die GPU-Preise in der zweiten Hälfte von 2026 um 10% bis 15% anheben und damit den Druck auf Radeon-Käufer weiter erhöhen, die seit Monaten über den Einführungspreisen zahlen.
Der gemeldete Anstieg dreht sich um Speicherkosten. DRAM-Hersteller haben mehr Wafer-Starts und Verpackungskapazitäten auf High Bandwidth Memory, kurz HBM, verlagert, weil AI-Server-Anbieter dafür mehr zahlen als PC-Grafikkäufer für Standard-VRAM. Dadurch müssen sich GPU-Hersteller, Board-Partner und Händler um knapper zugeteilte GDDR6- und GDDR7-Kontingente streiten.
AMD listet die Radeon RX 9070 XT für 599 $, doch Käufer sehen Karten oft zwischen 600 $ und 700 $. Ein Anstieg der Komponentenpreise um 10% bis 15% würde eine Karte für 700 $ vor der Händler-Marge auf etwa 770 $ bis 805 $ treiben. Karten mit mehr VRAM wären stärker betroffen, weil der Speicher einen größeren Anteil an den Stückkosten ausmacht.
Nvidia-Käufer sehen sich bereits mit einer härteren Version desselben Problems konfrontiert. Die GeForce RTX 5090 hat einen Einführungspreis von 1.999 $, aber viele verfügbare Angebote liegen bei etwa 4.000 $. Nvidia setzt bei seinen Top-Consumer-Karten der Blackwell-Reihe ebenfalls auf GDDR7, während AMDs High-End-RDNA-4-Karten GDDR6 verwenden, was einen Teil der Preisdifferenz erklärt.
Gazlog stellt den Anstieg bei AMD als Prognose dar, und AMD hat keine neuen Radeon-Preise angekündigt. Käufer sollten die Zahl eher als Warnung denn als bestätigte Preisliste verstehen. Das Muster passt dennoch zum Markt: Speicherlieferanten jagen AI-Margen hinterher, GPU-Hersteller schlucken höhere Kosten, und Board-Partner geben einen Teil dieser Kosten an PC-Bauer weiter.
Das Timing trifft Käufer, die darauf gewartet haben, dass sich die Radeon-Preise nach dem Launch einpendeln. AMDs RX 9070 XT bietet Bauherren bereits einen günstigeren Weg als Nvidias Top-Karten, aber ein Anstieg in der zweiten Jahreshälfte würde den Preisvorteil schmälern. Er könnte auch günstigere Board-Designs verzögern, wenn Hersteller sich dafür entscheiden, höhermargige Modelle mit größeren Kühlern und mehr VRAM zu priorisieren.
Die praktische Empfehlung: Kauf bald, wenn du für einen Sommer-Build eine GPU brauchst, warte, wenn deine aktuelle Karte deine Spiele oder Workloads noch schafft. Eine Speicherknappheit kann sich über Quartale hinziehen, und einige Analysten erwarten eine angespannte DRAM-Versorgung bis 2028. AMD kann die UVPs auf dem Papier beibehalten, aber Händler setzen den Preis fest, den Käufer an der Kasse zahlen.

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